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Geschichte 20. Jahrhundert bis heute

Nach dem Zweiten Weltkrieg, als in den Städten und Industriezentren das Wirtschaftswunder begann, sollte die Landbevölkerung in persönlichen und sozialen Einrichtungen nicht zurückstehen. Der hessische Ministerpräsident Dr. h.c. Georg August Zinn betonte in seiner Regierungserklärung am 10. Januar 1951 u.a: »Das Leben auf dem Lande muss lebenswert gemacht werden«. In Wenings war es vor allem Bürgermeister Karl Lang, der mit Hilfe des Gemeinderates und der gesamten Bevölkerung die anstehenden Aufgaben anpackte. In den Jahren 1953 bis 1955 wurde die Kanalisierung neu verlegt und die Ortsstraßen mit einer Teerdecke versehen. Am 14. Juni 1958 wurde das zum Teil in Gemeinschaftsarbeit der Weningser Bürger erbaute Dorfgemeinschaftshaus eingeweiht. Die sozialen Einrichtungen wie Wäscherei, Bäder und Duschen sowie die Gemeinschaftsgefrieranlage waren damals ein großer Fortschritt für die Landbevölkerung. Die Modernisierung in den Haushalten hat sie jedoch in weniger als 20 Jahren überflüssig werden lassen. Der große Gemeinschaftsraum mit Küche und der inzwischen durch einen Anbau vergrößerte Kindergarten sind allerdings heute noch von großer Bedeutung.

 

Bürgerhaus

Das Bürgerhaus Wenings mit dem Kindergarten.

 

Die beiden Kriege des 20. Jahrhunderts hinterließen auch in Wenings ihre Spuren. Aus dem Ersten Weltkrieg kehrten 41 und aus dem Zweiten Weltkrieg 65 Weningser Männer nicht mehr in ihre Heimat zurück. Für sie wurden zwei Denkmale errichtet. Jedes Jahr am Volkstrauertag findet dort eine Gedenkfeier statt.

Als Zeichen der Völkerverständigung wurde die noch von Bürgermeister Karl Lang und seinem französischen Amtskollegen Jean-Marc Gernigon begonnene Freundschaft mit dem französischen Ort Nucourt im Juli 1970 zu einer offiziellen Verschwisterung der beiden Gemeinden erklärt. Dieser Weg der europäischen Verständigung mit Begegnungen von Deutschen und Franzosen trägt dazu bei, dass alte Gräben zugeschüttet werden und sich die Menschen beider Nationen besser kennen lernen.

 

Platz  Nucourt


Als äußeres Zeichen der Verbundenheit wurde der Platz am früheren »Kegelhaus« neu gestaltet und ihm der Name »Platz Nucourt« gegeben. Ebenso wurde in Nucourt ein zentraler Platz in „Place Wenings“ umbenannt. Neben den im zweijährigen Rhythmus stattfindenden Delegationsbesuchen in den verschwisterten Gemeinden, kommen die inzwischen tief verwurzelten persönlichen Freundschaften einzelner Familien in Nucourt und Wenings in zahlreichen gegenseitigen Besuchen zum Ausdruck. Um die immer stärker werdenden organisatorischen Belange der Partnerschaft kümmert sich der im September 1994 gegründete Verschwisterungsverein Wenings/Nucourt. Zum 25jährigen Jubiläum der Partnerschaft 1994 wurde der „Platz Nucourt“ neu gestaltet und der neue „Europa-Brunnen“ eingeweiht.


Seit der hessischen Gebietsreform im Jahre 1972 gehört Wenings als Stadtteil zur Stadt Gedern und wird von dort verwaltet. Das Baugebiet „Am Bäders“ hat in den letzten Jahren entscheidend zur Fortentwicklung von Wenings beigetragen und soll im Jahre 2005 mit ca. 60 neuen Bauplätzen die heutige Einwohnerzahl von 1.328 (Stand: Sept. 2004) weiter steigen lassen, damit die derzeitige gute Infrastruktur in Wenings auch für die Zukunft gesichert werden kann.

Die Weningser Vereine

 

  • Gesangverein 1843 Wenings
  • Freiwillige Feuerwehr Wenings
  • Fußballverein VfR Wenings
  • Landfrauenverein Wenings
  • Wanderfreunde Wenings
  • Reservistenkameradschaft Wenings
  • Verschwisterungsverein Wenings/Nucourt
  • VdK Ortsgruppe Wenings


mit ihren zahlreichen Veranstaltungen sorgen sie für ein vielseitiges kulturelles Angebot, welches in vielen Gemeinden auf dem Lande nicht selbstverständlich ist.

Das große Fest „650 Jahre Stadtrechte in Wenings“ im Jahre 1986, sowie viele andere Gelegenheiten sollten und sollen auch weiterhin dazu beitragen, die Geschichte und die Tradition der Stadt Wenings den Weningser Bürgern im Bewusstsein zu erhalten.

 

Luftbild Wenings

WFL - Luftaufnahme Wenings 2004

 

 

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